Jens Strohschein: Infrastruktur und Digitalisierung | Wahlkreis 28

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Thema 8 von 10 · Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026

Jens Strohschein: Starke Gemeinden, Infrastruktur und Digitalisierung

10 Themen für den Wahlkreis – 10 Fragen zur Zukunft von Nordwestmecklenburg II

Wahlkreis 28 – Nordwestmecklenburg II

Moderne Infrastruktur entscheidet über Zukunftschancen

Ob ein Ort attraktiv bleibt, hängt stark von seiner Infrastruktur ab. Straßen, Schulen, Feuerwehrgebäude, Verwaltungsangebote, Breitband, Mobilfunk, öffentliche Räume und digitale Dienste beeinflussen den Alltag von Familien, Unternehmen und Vereinen. In Wahlkreis 28 – Nordwestmecklenburg II treffen dabei sehr unterschiedliche Voraussetzungen aufeinander: Städte wie Gadebusch, Neukloster oder Warin, größere Gemeinden wie Dorf Mecklenburg und Bad Kleinen sowie zahlreiche kleine Dörfer mit begrenzten kommunalen Ressourcen.

Auf Jens Strohscheins aktueller Kandidatenseite ist Digitalisierung nicht als eigener detaillierter persönlicher Schwerpunkt veröffentlicht. Deshalb wird ihm hier kein fertiges Digitalprogramm zugeschrieben. Das Thema ergibt sich aus der regionalen Entwicklung und wird als offene politische Frage behandelt. Zugleich besitzt Jens Strohschein durch seine kommunalpolitische Erfahrung und seine langjährige Tätigkeit als Wahlkreisbüroleiter praktische Einblicke in die Schnittstellen zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik. Aus dieser Erfahrung lässt sich aber nicht automatisch eine konkrete landespolitische Position ableiten.

Breitbandausbau ist im Wahlkreis weiterhin ein wichtiges Infrastrukturthema. Der Landkreis Nordwestmecklenburg dokumentiert auf seiner aktuellen Breitbandseite Ansprechpartner für die Ämter Lützow-Lübstorf, Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Neuburg, Neukloster-Warin, Gadebusch-Land und die Gemeinde Insel Poel. Damit wird deutlich, dass der Ausbau in allen Teilen des Wahlkreises organisatorisch begleitet wird.

Glasfaser ist heute Teil der Daseinsvorsorge

Schnelles und stabiles Internet ist längst kein Komfortthema mehr. Unternehmen benötigen leistungsfähige Datenverbindungen für Cloud-Anwendungen, digitale Kommunikation und moderne Produktionsprozesse. Beschäftigte im Homeoffice sind auf zuverlässige Anschlüsse angewiesen. Schulen nutzen digitale Lernplattformen, Arztpraxen übertragen Daten und Verwaltungen stellen immer mehr Online-Dienste bereit.

Gerade ländliche Räume können von guter digitaler Infrastruktur profitieren, weil sie Entfernungen teilweise überbrückt. Ein Online-Antrag spart eine Fahrt zum Amt. Videokonferenzen ermöglichen Arbeit ohne tägliches Pendeln. Digitale Beratungsangebote können Wege reduzieren. Allerdings funktioniert dieser Vorteil nur, wenn Netzqualität und Endgeräte stimmen und digitale Dienste verständlich aufgebaut sind.

Breitbandausbau ist technisch und finanziell komplex. Geförderte Ausbauprogramme schließen dort Lücken, wo ein rein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht ausreichend erfolgt. Für Bürgerinnen und Bürger ist entscheidend, dass Ausbaugebiete, Zeitpläne und Ansprechpartner transparent sind. Die Landkreis-Seite bietet hierzu regionale Zuordnungen und Projektinformationen.

Digitalisierung der Verwaltung muss Zeit sparen

Nordwestmecklenburg betreibt ein eigenes Serviceportal mit Online-Diensten. Bürgerinnen und Bürger können dort verschiedene Verwaltungsleistungen digital nutzen. Auch der Bereich Bauen wird mit Online-Verfahren digitalisiert. Das zeigt, dass digitale Verwaltung längst praktisch umgesetzt wird.

Ein digitaler Antrag ist aber nur dann ein Fortschritt, wenn er verständlich ist. Wenn Nutzer Formulare ausdrucken, unterschreiben und anschließend wieder einscannen müssen, entsteht wenig Mehrwert. Gute Digitalisierung sollte Daten möglichst nur einmal abfragen, Zwischenspeichern ermöglichen, Statusinformationen bereitstellen und klare Hinweise geben, welche Unterlagen benötigt werden.

Gleichzeitig darf Digitalisierung niemanden ausschließen. Nicht alle Menschen verfügen über dieselben technischen Kenntnisse oder Möglichkeiten. Persönliche und telefonische Zugänge müssen für wichtige Leistungen erreichbar bleiben. Barrierefreiheit und verständliche Sprache gehören deshalb zu moderner Verwaltung ebenso wie sichere IT-Systeme.

Kommunen brauchen finanzielle und personelle Spielräume

In kleineren Gemeinden sind Verwaltungskapazitäten begrenzt. Förderprogramme können Investitionen ermöglichen, verursachen aber zugleich Antrags-, Planungs- und Nachweispflichten. Wenn eine Gemeinde kein Personal hat, um komplexe Förderanträge vorzubereiten, kann ein gutes Programm faktisch unerreichbar bleiben.

Landespolitik sollte deshalb nicht nur Fördertöpfe bereitstellen, sondern auch Verfahren vereinfachen und Beratungsstrukturen stärken. Standardisierte Anträge, digitale Plattformen und längere Förderzeiträume können helfen. Ebenso wichtig sind realistische Eigenanteile, damit finanzschwächere Gemeinden nicht ausgeschlossen werden.

Infrastrukturinvestitionen wirken langfristig. Ein Schulgebäude, eine Straße, ein Feuerwehrhaus oder ein Glasfasernetz wird über Jahrzehnte genutzt. Planungssicherheit ist deshalb zentral. Kurzfristige Programme mit engen Fristen passen nicht immer zu kommunalen Planungsprozessen, die Ausschreibungen, Genehmigungen und Beteiligung erfordern.

Starke Gemeinden brauchen funktionierende Ortskerne

Infrastruktur ist nicht nur Technik. Dorfgemeinschaftshäuser, Sportstätten, Bibliotheken, öffentliche Plätze und kulturelle Einrichtungen schaffen Begegnung. Wenn solche Orte fehlen, kann ein Dorf trotz guter Internetverbindung an Lebensqualität verlieren.

Für Wahlkreis 28 ist deshalb ein breiter Infrastrukturbegriff sinnvoll. Digitale Netze und kommunale Räume ergänzen sich. Menschen möchten Behördengänge online erledigen können und zugleich Orte haben, an denen Gemeinschaft stattfindet. Unternehmen brauchen schnelles Internet, aber auch verlässliche Straßen und erreichbare Arbeitskräfte.

Auch Wohnungsbau und Flächenplanung gehören zur kommunalen Entwicklung. Gemeinden müssen entscheiden können, wo neue Wohngebiete, Gewerbe oder soziale Einrichtungen entstehen. Landesrecht und Förderprogramme setzen dabei wichtige Rahmenbedingungen. Ein Landtagsabgeordneter kann diese kommunale Perspektive in Gesetzgebung und Haushaltsentscheidungen einbringen.

Digitale Infrastruktur stärkt Wirtschaft und Bildung

Für kleinere Unternehmen kann schnelles Internet ein Standortfaktor sein. Handwerksbetriebe arbeiten mit digitalen Bestellsystemen, Landwirtschaft nutzt vernetzte Technik, touristische Anbieter benötigen Online-Buchung und Gäste erwarten stabile Verbindungen. Eine Region mit schlechter Netzqualität verliert damit wirtschaftliche Chancen.

Schulen profitieren von digitaler Infrastruktur ebenfalls, aber Technik allein verbessert noch keinen Unterricht. Geräte, Netze, Wartung und pädagogische Konzepte müssen zusammenpassen. Kommunen als Schulträger und das Land mit seiner Verantwortung für Bildungsinhalte brauchen daher abgestimmte Lösungen.

Auch Weiterbildung und digitale Kompetenzen spielen eine Rolle. Wer Online-Dienste nutzen oder moderne Arbeitsplätze ausfüllen soll, braucht Sicherheit im Umgang mit Technik. Digitalisierung ist deshalb immer auch eine Bildungsaufgabe.

IT-Sicherheit gehört ebenfalls zur kommunalen Digitalisierung. Je mehr Verwaltungsprozesse online stattfinden, desto wichtiger werden Datenschutz, sichere Zugänge, regelmäßige Aktualisierungen und Notfallkonzepte. Kleine Verwaltungen können dafür nicht beliebig eigene Spezialteams aufbauen. Gemeinsame Standards, zentrale Unterstützung und übergreifende Sicherheitslösungen können daher besonders für ländliche Ämter sinnvoll sein.

Zusätzlich sollte Infrastrukturpolitik die Folgekosten des demografischen Wandels berücksichtigen. Weniger Einwohner in einzelnen Orten können die Finanzierung bestehender Einrichtungen erschweren, während andere Gemeinden wachsen. Flexible Gebäude, interkommunale Zusammenarbeit und Mehrfachnutzung können helfen, Investitionen an veränderte Bedarfe anzupassen.

Leitfrage an Jens Strohschein

Wie willst du dich auf Landesebene dafür einsetzen, dass auch kleinere Gemeinden im Wahlkreis 28 ihre Infrastruktur modernisieren können – von Glasfaser und digitaler Verwaltung bis zu Schulen, Straßen und kommunalen Einrichtungen?

Was eine glaubwürdige Infrastrukturpolitik leisten muss

Eine überzeugende Antwort sollte Prioritäten setzen. Nicht jede Gemeinde kann jedes Projekt gleichzeitig umsetzen. Deshalb braucht es transparente Kriterien: Wo bestehen Versorgungslücken? Welche Investitionen sind sicherheitsrelevant? Wo können mehrere Kommunen zusammenarbeiten? Welche Projekte schaffen besonderen wirtschaftlichen oder sozialen Nutzen?

Auch Folgekosten müssen berücksichtigt werden. Ein gefördertes Gebäude verursacht später Betrieb und Unterhaltung. Digitale Systeme benötigen Wartung, Lizenzen und IT-Sicherheit. Gute Förderpolitik sollte daher nicht ausschließlich Baukosten betrachten, sondern den gesamten Lebenszyklus einer Investition.

Für Nordwestmecklenburg II ist außerdem wichtig, dass unterschiedliche Teilräume nicht gegeneinander ausgespielt werden. Insel Poel hat andere Infrastrukturfragen als Gadebusch oder das Amt Neuburg. Landesprogramme sollten flexibel genug sein, um diese Unterschiede abzubilden.

FAQ

Hat Jens Strohschein ein eigenes Digitalprogramm veröffentlicht?

Auf seiner aktuellen Themenseite ist Digitalisierung nicht als eigenständiger detaillierter Schwerpunkt ausgewiesen. Deshalb wird die konkrete landespolitische Position hier als Frage formuliert.

Wie ist der Breitbandausbau im Wahlkreis organisiert?

Der Landkreis führt auf seiner Breitbandseite Ansprechpartner für die Ämter und Gemeinden. Für sämtliche großen Verwaltungseinheiten des Wahlkreises 28 sind dort Zuständigkeiten ausgewiesen.

Welche Online-Dienste bietet der Landkreis?

Nordwestmecklenburg betreibt ein Serviceportal mit verschiedenen digitalen Verwaltungsleistungen. Auch Bauanträge und weitere Verfahren werden zunehmend online unterstützt.

Warum reicht Glasfaser allein nicht?

Weil digitale Infrastruktur nur zusammen mit funktionierenden Diensten, IT-Sicherheit, Kompetenzen und nutzerfreundlichen Anwendungen ihren vollen Nutzen entfaltet. Gleichzeitig bleiben Straßen, Schulen und soziale Infrastruktur unverzichtbar.

Was können kleinere Gemeinden bei großen Investitionen tun?

Kooperationen, Förderprogramme, gemeinsame Planung und zentrale Beratungsangebote können helfen. Wichtig ist, dass Förderbedingungen auch mit begrenzten Verwaltungskapazitäten nutzbar bleiben.

Warum ist Digitalisierung auch Wirtschaftspolitik?

Weil Unternehmen, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus und Homeoffice auf stabile Datenverbindungen angewiesen sind. Gute Netze können Standortnachteile ländlicher Räume verringern.

Geprüfte weiterführende Quellen

Der Landkreis Nordwestmecklenburg informiert über Breitbandversorgung und regionale Ansprechpartner. Das Serviceportal des Landkreises dokumentiert verfügbare Online-Dienste, während die Seite „Bauen digitalisiert“ konkrete digitale Verwaltungsverfahren erläutert. Jens Strohscheins aktuelle Kandidatenseite dient zur Abgrenzung zwischen belegten persönlichen Positionen und regionalen Fragen.

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